HEPA-Filter: Saubere Luft auf höchstem Niveau
- Höchste Filterleistung
- Wirksam gegen kleinste Partikel
- Mehr Luftqualität in Innenräumen
- Schutz vor aerogener Infektion in Innenräumen
HEPA-Filter: Alle reden davon. Aber was steckt eigentlich dahinter?
Saubere Raumluft spielt heute in vielen Bereichen eine wichtige Rolle. Ob im Büro, in Schulen, Besprechungsräumen, Arztpraxen oder zu Hause: Luftreiniger mit HEPA-Filtern können dazu beitragen, die Belastung der Raumluft durch Partikel und Schadstoffe deutlich zu reduzieren.
Doch was genau ist ein HEPA-Filter und wie funktioniert er?
Was bedeutet HEPA?
HEPA steht für High Efficiency Particulate Air und bezeichnet hocheffiziente Schwebstofffilter. Sie sind darauf ausgelegt, selbst kleinste Partikel aus der Luft zu entfernen. Dazu zählen unter anderem:
- Feinstaub
- Pollen
- Allergene
- Bakterien
- Aerosole
- Rauchpartikel
- Schimmelsporen
- viele weitere luftgetragene Partikel
HEPA-Filter erreichen je nach Filterklasse eine Abscheideleistung von über 99,9 Prozent für Partikel im Größenbereich von etwa 0,1 bis 0,3 Mikrometern.
Die europäische Norm EN 1822 klassifiziert HEPA-Filter in verschiedene Filterklassen. Besonders verbreitet sind die Klassen H13 und H14, die für Anwendungen mit höchsten Anforderungen an die Luftqualität eingesetzt werden.
Nicht zu verwechseln sind diese Filter mit einfachen Staubsauger- oder Gewebefiltern, die ebenfalls teilweise als „HEPA-Filter“ bezeichnet werden, jedoch oftmals andere Anforderungen erfüllen.
Wie funktionieren HEPA-Filter?
HEPA-Filter bestehen aus einem dichten Netzwerk feinster Fasern. Um eine möglichst große Filterfläche zu schaffen, werden die Filtermedien mehrfach gefaltet und in einem stabilen Rahmen montiert.
Die Filterwirkung entsteht durch mehrere physikalische Effekte:
Sperreffekt
Sehr kleine Partikel folgen dem Luftstrom durch den Filter. Kommen sie dabei einer Faser ausreichend nahe, bleiben sie aufgrund von Haftkräften an der Faseroberfläche hängen.
Trägheitseffekt
Größere Partikel besitzen mehr Masse und folgen Richtungsänderungen des Luftstroms nur eingeschränkt. Sie stoßen gegen die Filterfasern und werden dort zurückgehalten.
Diffusionseffekt
Extrem kleine Partikel bewegen sich unregelmäßig durch die Kollision mit Luftmolekülen. Dadurch steigen die Wahrscheinlichkeit eines Kontakts mit dem Filtermaterial und damit die Rückhaltewirkung erheblich.
Durch das Zusammenspiel dieser Effekte können HEPA-Filter selbst Partikel abscheiden, die deutlich kleiner sind als die sichtbaren Zwischenräume des Filtermaterials.
Wie effektiv sind HEPA-Filter?
Die Leistungsfähigkeit moderner HEPA-Filter ist beeindruckend:
- Ein HEPA-H13-Filter hält mindestens 99,95 Prozent der relevanten Partikel zurück.
- Ein HEPA-H14-Filter erreicht sogar mindestens 99,995 Prozent.
Anschaulich bedeutet das: Von 100.000 Partikeln gelangen bei einem H14-Filter nur etwa fünf durch das Filtersystem.
Dadurch eignen sich HEPA-Filter hervorragend, um die Konzentration von Feinstaub, Allergenen, Bakterien und anderen luftgetragenen Schadstoffen in Innenräumen deutlich zu reduzieren.
Warum werden HEPA-Filter so häufig eingesetzt?
Die Fähigkeit, selbst kleinste Partikel zuverlässig aus der Luft zu entfernen, macht HEPA-Filter zum Standard in vielen sensiblen Bereichen. Sie kommen unter anderem zum Einsatz in:
- Krankenhäusern und Laboren
- Reinräumen der Industrie
- Schulen und Bildungseinrichtungen
- Büros und Besprechungsräumen
- Hotels und öffentlichen Einrichtungen
- privaten Wohnräumen
Insbesondere dort, wo viele Menschen zusammenkommen oder hohe Anforderungen an die Luftqualität bestehen, können Luftreiniger mit HEPA-Filtern einen wertvollen Beitrag leisten.
Was sagen Studien?
Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass professionelle Luftreiniger mit HEPA-Filtern die Konzentration luftgetragener Partikel und Aerosole in Innenräumen deutlich reduzieren können.
So kamen beispielsweise Forscher der Universität der Bundeswehr München zu dem Ergebnis, dass sich die Belastung der Raumluft durch Aerosole mit leistungsfähigen Luftreinigern innerhalb kurzer Zeit erheblich senken lässt:
Studie der Universität der Bundeswehr München
Ersetzen Luftreiniger das Lüften?
Nein. Luftreiniger und Lüften erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich gegenseitig.
Während Luftreiniger Partikel aus der Raumluft entfernen, sorgt regelmäßiges Lüften für:
- Frischluftzufuhr
- Sauerstoffversorgung
- Reduzierung der CO₂-Konzentration
- ein angenehmes Raumklima
Für eine optimale Luftqualität empfiehlt sich daher die Kombination aus effizienter Luftreinigung und regelmäßiger Frischluftzufuhr.
Filtert jedes Gerät feine Partikel zuverlässig?
Nicht jeder Luftreiniger bietet dieselbe Leistung. Entscheidend ist die verwendete Filtertechnologie.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass insbesondere HEPA-Filter der Klassen H13 oder H14 geeignet sind, feinste Partikel und Aerosole zuverlässig aus der Luft zu entfernen:
Informationen der Verbraucherzentrale
Beim Kauf eines Luftreinigers sollte daher nicht nur auf die Filterklasse geachtet werden, sondern auch auf die Luftumwälzleistung des Geräts. Diese muss zur Raumgröße und zur Anzahl der anwesenden Personen passen.
Fazit
HEPA-Filter der Klassen H13 und H14 gehören zu den effektivsten Technologien zur Reinigung von Raumluft. Sie entfernen einen Großteil luftgetragener Partikel wie Feinstaub, Pollen, Allergene, Bakterien und Aerosole und tragen damit zu einer spürbar verbesserten Luftqualität bei.
Entscheidend sind dabei nicht nur die Filterklasse, sondern auch die richtige Dimensionierung des Luftreinigers für den jeweiligen Einsatzbereich. Nur das Zusammenspiel aus leistungsstarker Filtertechnik und ausreichender Luftleistung sorgt für eine wirksame und nachhaltige Luftreinigung.