Gesunde Raumluft als Erfolgsfaktor
- Mehr als CO₂, Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Auch Feinstaub, Allergene und biologische Schadstoffe können das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden beeinflussen. - Luftreinigung ergänzt die Lüftung sinnvoll
Professionelle Luftreiniger können bestehende Lüftungssysteme unterstützen und zur Verbesserung der Luftqualität in stark frequentierten Bereichen beitragen. - Besseres Raumklima wird spürbar wahrgenommen
Nach der Einführung zusätzlicher Luftreinigung berichteten Mitarbeitende über eine angenehmere Arbeitsumgebung und mehr Komfort am Arbeitsplatz.
Interview: Gesunde Luft bei Ricoh Nederland
Interview unseres Kunden Ricoh mit Facto (Online-Plattform), Veröffentlichung 27. September 2021
Im Business Service Center von Ricoh Nederland klagten Mitarbeitende über trockene Augen, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Die Suche nach den Ursachen führte zu einer überraschenden Erkenntnis: Für ein gesundes Raumklima spielen weit mehr Faktoren eine Rolle als nur Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Werte.
Ricoh, ein weltweit tätiger Anbieter digitaler Dienstleistungen, beschäftigt in den Niederlanden rund 600 Mitarbeitende. Viele von ihnen arbeiten am Unternehmensstandort in ’s-Hertogenbosch. Besonders im Business Service Center mit seinen 42 Arbeitsplätzen auf vergleichsweise kompakter Fläche traten Beschwerden wie trockene Augen, Müdigkeit und nachlassende Konzentration auf.
„Nirgendwo sonst im Gebäude arbeiten so viele Menschen auf engem Raum zusammen“, erklärt Bert Streppel aus dem Facility Management. „Da wir aus anderen Bereichen des Gebäudes keine vergleichbaren Rückmeldungen erhielten, war schnell klar, dass wir uns das Raumklima genauer ansehen mussten.“
Alle Standardwerte im grünen Bereich
Zunächst konzentrierte sich das Team auf die üblichen Messgrößen für die Innenraumluft: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Konzentration.
„Wir vermuteten zunächst, dass die Ursache bei der Luftqualität oder der hohen Belegung des Raumes liegen könnte“, erinnert sich Streppel. „Doch die Messungen zeigten, dass sämtliche Werte innerhalb der empfohlenen Bereiche lagen. Damit konnten wir die offensichtlichen Ursachen ausschließen, hatten aber noch keine Erklärung für die Beschwerden.“
Auf der Suche nach weiteren Ansatzpunkten wandte sich Ricoh an Euromate, einen Spezialisten für Luftreinigungssysteme in gewerblichen Umgebungen.

Luftqualität besteht aus mehr als Temperatur und CO₂
Im Gespräch mit den Experten wurde deutlich, dass die wahrgenommene Luftqualität von deutlich mehr Faktoren beeinflusst wird als den klassischen Parametern. Neben CO₂, Temperatur und Luftfeuchtigkeit können auch Feinstaubpartikel, biologische Schadstoffe sowie weitere luftgetragene Verunreinigungen Auswirkungen auf Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Raumkomfort haben.
„Da wurde uns bewusst, dass wir unser Suchfeld bisher zu eng gefasst hatten“, sagt Streppel. „Wir hatten uns auf die bekannten Messwerte konzentriert. Tatsächlich gibt es jedoch zahlreiche weitere Faktoren, die das Raumklima und damit das Befinden der Mitarbeitenden beeinflussen können.“
Wohlbefinden ist das Ergebnis vieler Faktoren
Trotz dieser Erkenntnisse war Streppel zunächst zurückhaltend.
„Das Wohlbefinden von Menschen hängt von vielen verschiedenen Einflüssen ab. Schlafqualität, Stress oder persönliche Umstände spielen ebenfalls eine Rolle. Deshalb ist es nicht immer einfach, Beschwerden direkt auf das Arbeitsumfeld zurückzuführen. Als Facility-Management müssen wir das Gesamtbild betrachten. Dennoch fanden wir den Ansatz interessant und wollten prüfen, ob eine zusätzliche Luftreinigung einen messbaren Unterschied machen kann.“
Ergänzung zur bestehenden Lüftung
Die Empfehlung lautete, die vorhandene Lüftungsanlage durch mehrere professionelle Luftreiniger zu ergänzen.
„Für uns war wichtig, dass die Maßnahme nachweisbar einen Nutzen bringt“, erläutert Streppel. „Deshalb vereinbarten wir, die Lösung zunächst in der Praxis zu testen. Bereits kurz nach der Inbetriebnahme erhielten wir erste positive Rückmeldungen von Mitarbeitenden, die eine angenehmere Raumluft wahrnahmen.“
Auch langfristig blieb die Resonanz positiv. Die Luftreinigung wird seitdem als sinnvolle Ergänzung zur vorhandenen Lüftung eingesetzt.
„Manchmal sind die wirksamsten Lösungen überraschend unkompliziert“, sagt Streppel. „Vor allem zeigt die Erfahrung, wie wichtig es ist, Beschwerden ernst zu nehmen und alle Einflussfaktoren auf die Raumluft zu berücksichtigen.“
Gesunde Innenraumluft gewinnt an Bedeutung
Heute ist das Bewusstsein für die Bedeutung der Raumluftqualität deutlich größer als noch vor einigen Jahren. Unternehmen achten verstärkt darauf, Innenräume so zu gestalten, dass Mitarbeitende sich wohlfühlen und gleichzeitig bestmögliche Bedingungen für konzentriertes Arbeiten vorfinden.
Dabei spielt neben einer bedarfsgerechten Lüftung auch die Entfernung von Feinstaub, Allergenen sowie luftgetragenen Mikroorganismen eine wichtige Rolle. Moderne Luftreinigungssysteme können dazu beitragen, die Raumluftqualität zu verbessern und das bestehende Lüftungskonzept wirkungsvoll zu ergänzen.
Für Ricoh Nederland bleibt die Erfahrung ein Beispiel dafür, wie eine umfassende Betrachtung der Raumluft neue Lösungswege eröffnen kann.

Bild: Bert Streppel, Senior Mitarbeiter Facility Management bei Ricoh